Bürgerliche Wählervereinigung

… hieß es am 31.10.2014 für große Teile des Gemeinderates bei der Waldbegehung mit unserem Förster Herrn Münz.

Herr Münz informierte den Gemeinderat dabei über den Zustand des ca. 200Ha umfassenden Remshaldener Gemeindewaldes und gab einen interessanten Einblick in seine Arbeit. Zur Erhaltung der Artenvielfalt (der Gemeindewald besteht hauptsächlich aus Buchenwald, der Laubholzanteil beträgt ca. 60%) und des hohen Erholungswertes des uns umgebenden Waldes ist eine langfristige Planung notwendig, die stets die richtige Balance zwischen Ökologie und Ökonomie halten muss.

So werden abgebrochene Stämme beispielsweise bewusst stehen gelassen, da diese nur einen geringen Marktwert haben, aber ein einen wichtigen Beitrag zu einem intakten Ökosystem leisten (eine Eiche kann bis zu 900 verschiedene Tier- und Pflanzenarten beherbergen, eine Buche immerhin bis zu 700!).

Auf ca. 5% der Fläche, an schwer bewirtschaftbaren Stellen und wo keine Gefahr für Waldbesucher durch herabfallendes Holz droht, so das Ziel, soll der Wald sich selbst überlassen bleiben, so z.B. oberhalb der Buchklinge in Grunbach, wo der seltene Winterschachtelhalm wächst und sogar ein Feuersalamander bestaunt werden konnte.

 

Herr Münz erläuterte sein Vorgehen bei der Pflege und Bewirtschaftung des Waldes, bei dem stets zuerst die Ökologisch oder ökonomisch „wertvollen“ Bäume identifiziert werden. Ökologisch wertvolle Bäume bekommen einen weißen Kringel, ökonomisch interessante Bäume (die sogenannten Wertträger) bekommen einen weißen Punkt. Um diese Bäume herum wird ausgedünnt. Bäume die gefällt werden, werden rot markiert.

Damit der Waldboden nicht überall zu stark verdichtet wird, werden die Wege für die Forstfahrzeuge (Rückegassen) ebenfalls durch den Förster vorgegeben und markiert.

Gegen Ende der Waldbegehung konnte noch ein Holzvollernter, ein sogenannter Harvester im Einsatz beobachtet werden, der hochwirtschaftlich Holz verarbeitet.

 

Der Sturm „Lothar“ hatte eine große Fläche des Buocher Waldes zerstört, auf der zwischenzeitlich durch zielgerichtete Jungwaldpflege eine beachtliche Artenvielfalt wächst.

Diese Fläche in der Nähe des Buocher Spitz wurde von der Dunkelheit schneller als vom Gemeinderat erreicht, dennoch ergab sich aus der Waldbegehung ein eindrückliches Bild, welch herrliche Landschaft uns umgibt, die es zu pflegen und zu erhalten gilt.

 

Für die BWV Remshalden, Tobias Schädel


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